Die Seele reagiert

Alles ist offen. Wir wissen nicht, was passiert und sind gefangen in unserem Drehmoment und drehen weiter im grossen Leerlauf.

Wohin mit der Energie, wenn die Umgebung stillsteht?

Fast alle bieten ihre Hilfe an, nach aussen. Ein grosses Gefühl entsteht, wir sind für einander da. Arbeitsprozesse werden digital ausgelagert und viele Menschen sind mit Maschinen beschäftigt. Einsame verschwinden von der Bildfläche, andere machen sich auf die Suche.

Wir sind in der Fastenzeit. Die Versorgung der Bevölkerung ist gewährleistet.

Meine Seele ist offen und verbunden mit dem Leben. Total auf Empfang.
Ohne meine alltägliche Arbeitsroutine, den schon fast rituellen Begegnungen an ausgewählten Orten und die Besuche spontaner Gäste bei uns zuhause, spüre auch ich mein Drehmoment.

Das Unaussprechliche erzählt die Musik, darum spiele ich nun viel zuhause, nach innen um es jetzt heraus zu hören, damit eine Verbindung zur Zukunft entsteht. Wir erleben neue Stimmungen, etwas, das es so noch nicht gegeben hat.
Aus unergründlichen Tiefen steigt die Inspiration zum Verstehen und tönt klangvoll in die Welt hinaus, zwitschert uns um die Ohren oder hämmert kräftig in der Brust.

Jetzt haben wir die Gelegenheit unser Zuhause aufzuräumen und unsere eigene Geschichte zu betrachten. Das Klima ist günstig für versöhnliche Gesten, wir leben im Frieden und nicht im Krieg, wie die Generäle sich ausdrücken.

Viele gute Seelen werden wieder gesund und die Tage werden länger im Frühling.


Foto André Schornoz, Nepal Herbst 2019

https://www.uelivonallmen.ch/de/blog/27